Speditionsrecht

Als "Organisator" des Transports trägt der Spediteur zahlreiche Risiken. Bei Verlust, Güter- und Verspätungsschäden ist ein strategisches Vorgehen erforderlich, um Ansprüche erfolgreich durchzusetzen oder unberechtigte Forderungen abzuwehren.

Gesetzliche Grundlage für das Speditionsrecht bildet vor allem das vierte Buch des Handelsgesetzbuches (HGB) und dort insbesondere die §§ 453 - 466 ff. HGB. Aber auch wie im allgemeinen Transportrecht bieten Abkommen, Verträge und andere Rechtsvorschriften wie die Internationale Vereinbarung über Beförderungsverträge auf Straßen (CMR), die Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen (ADSp) oder die Vertragsbedingungen für den Güterkraftverkehrs-, Speditions- und Logistikunternehmer (VBGL) die rechtlichen Grundlagen für das Speditionsrecht.

Die häufigsten rechtlichen Probleme im Speditionsrecht bestehen aufgrund von Beschädigung oder Verlust der Transportgüter, Straftaten sowie nicht bezahlter Rechnungen.

Lassen Sie sich helfen!

Große Logistikunternehmen haben für solche Fälle zumeist eine eigenständige Rechtsabteilung, die sich mit solchen rechtlichen Fragen befasst.

Aber nicht jedes Unternehmen hat eine große Rechtsabteilung oder die finanziellen Mittel, um eine spezialisierte Anwaltskanzlei dauerhaft zu beauftragen. Das hat zur Folge, dass oftmals die anwaltliche Unterstützung fehlt, um unberechtigte Forderungen abzuwehren oder die Begleichung von unbezahlten Rechnungen einzufordern.

Transportrecht-Anwalt.de bietet allen Unternehmen die Möglichkeit, im Einzelfall einen spezialisierten Anwalt zu kontaktieren. Unsere Anwälte beraten sowohl Frachtführer als auch Speditions- und Logistikfirmen bei allen rechtlichen Fragen rund um das Speditionsrecht.

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Straßengüterverkehr Transportrecht

 

Haftungsübersicht

Haftungsgrundsatz

  • Obhutshaftung bei Obhut, Fixkosten, Sammelladung und Selbsteintritt

  • Verschuldenshaftung bei reiner speditioneller Tätigkeit

Haftungsdauer

Ab Übernahme bis zur Auslieferung

Haftungsumfang

  • Güterschäden (Verlust, Beschädigung)

  • Verspätungsschäden

  • Reine Vermögensschäden

Haftungsgrenzen

  • Durch AGB in einem Korridor zwischen 2 bis 40 SZR pro kg

  • Durch Individualabrede ohne Einschränkung

  • Haftung als Geschäftsbesorger unbegrenzt dispositiv

keine Haftungsgrenzen bei

Vorsatz, bewusste Leichtfertigkeit (im Bewusstsein, dass der Schaden mit Wahrscheinlichkeit eintreten werde)

Mängelrügefristen

  • Äußerlich erkennbare Mängel: Sofort bei Ablieferung

  • Nicht erkennbare Mängel: 7 Tage nach Ablieferung

  • Lieferfristüberschreitung: 21 Tage nach Ablieferung

Besonderheiten

Haftung für Logistiktätigkeiten richtet sich nach Vertrag bzw. Gesetz (z. B. Werkvertragsrecht)

Haftungsausschlüsse

  • Unabwendbares Ereignis
  • Verpackungs- / Kennzeichnungsfehler, Be- und Entladefehler des Auftraggebers
  • Mangelndes Verschulden als Geschäftsbesorger

Verjährung

  • 1 Jahr im Regelfall
  • 3 Jahre bei Vorsatz, bewusster Leichtfertigkeit
  • Die schriftliche Geltungmachung des Anspruchs hemmt die Verjährung